Wiederauffindungssysteme helfen bei Orientierungslosigkeit

Demenz

Leider erregte ein trauriger Vorfall unsere Aufmerksamkeit. Ein vermisster 69-jähriger Mann konnte nach 2-tägiger Suche im Raum Nümbrecht/Oberberg nur noch tot aufgefunden werden. Der groß angelegte Suchtrupp erhielt Unterstützung per Helikopter, von Bodeneinsatzkräften der Polizei sowie von einer Rettungshundestaffel. Auch die Bevölkerung half mit. Hier geht es zum Bericht des Kölner Stadt-Anzeiger vom 26. November 2016. Demzufolge galt der Mann als desorientiert.

Derzeit leben etwa 1,6 Millionen demenzerkrankte Menschen in Deutschland. Die Häufigkeit der Erkrankung steigt mit dem Alter: ab 65 Jahre und älter beträgt der Anteil bereits 9,08%.

Welchen Vorteil bieten Systeme zur Wiederauffindung bei Weglauftendenz?

Sind im Anfangsstadium Depression, Reizbarkeit und Vergesslichkeit im Kurzzeitgedächtnis verhaltensauffällige Anzeichen einer Erkrankung, gehen mit dem Fortschreiten der Demenz gravierendere Beeinträchtigungen in die Lebensqualität der Betroffenen einher. Absprachen und tägliche Rituale können allein nicht mehr eingehalten werden. Auch Schwierigkeiten in der Wortfindung und der räumlichen Wahrnehmung entstehen. Gerade eine veränderte Umgebung bereitet demenzkranken Menschen große Probleme bei der Orientierung. Dabei bezieht sich dies nicht nur auf das räumliche Umfeld. Desorientiertheit äußert sich auch in der Wahrnehmung der Zeit, des sozialen Umfeldes sowie in der Einordnung von Situationen: Der Grund eines Aufenthaltes an einem bestimmten Ort kann beispielsweise nicht mehr nachempfunden werden oder die Nutzung von Geräten, wie etwa die eines Telefons, kann nicht mehr zugeordnet werden.

Demenzerkrankte in einem fortgeschrittenen Stadium bedürfen einer ähnlichen Betreuung wie Kleinkinder. Betroffen von den einhergehenden Einschränkungen sind nicht nur die Erkrankten selbst, sondern auch die verantwortlichen Pflegekräfte und Angehörigen. Auf der einen Seite steht der Schutz der Erkrankten – auf der anderen Seite steht die Lebensqualität. Nach Möglichkeit sollen freiheitsentziehende Maßnahmen vermieden werden, sodass sogenannte Wiederauffindungssysteme durchaus Sinn ergeben

Hilft ein GPS-Tracker bei Demenz-Ortung?

In der Tat gibt es noch keine medizinische Heilung einer Demenzerkrankung. Einige Hilfestellungen können aber dazu beitragen, die Krankheit besser in den Alltag zu integrieren, dadurch die Angehörigen zu entlasten und den erkrankten Personen somit mehr Freiraum zu geben. In Bezug auf Orientierungshilfen ist es sehr wichtig, die Bewegungsfreiheit und Selbstständigkeit der desorientierten Person nicht unmittelbar einzuschränken. Es gilt vielmehr selbstständige Tätigkeiten von älteren und demenzkranken Menschen zu unterstützen. Vorteilhaft sind Systeme zur Personenortung und Notrufkommunikation. Durch den Fortschritt der Technik kann zum Beispiel ein stiller Alarm eingestellt werden, der auslöst, sobald ein vorher festgelegter Radius verlassen wird. Auch sogenannte geographisch definierte Umgebungsabgrenzungen können eine große Hilfestellung sein: Auf einer Landkarte können Strecken Stück für Stück abgesteckt werden, sodass der natürliche Umgebungsumkreis nachgestellt wird. Wege zu alltäglichen Besorgungen wie zum Bäcker, oder auch routinierte Spazierwege befinden sich somit innerhalb der sicheren Zone. Wege darüber hinaus lösen ein Signal aus.

Wer kann die GPS-Tracker-Position abfragen?

Selbstverständlich ist es sehr wichtig, die Privatsphäre und die persönlichen Daten der orientierungslosen Person in diesem Zusammenhang zu schützen und vor Missbrauch zu bewahren. Aus diesem Grund senden die eingesetzten GPS-Tracker ausschließlich Meldungen an autorisierte bzw. SOS-Rufnummern wie die von Verwandten, dem Pflegeheim oder – auf Wunsch – auch dem Notarzt. Benutzerdefinierte Funktionen ermöglichen, dass gemeinsam mit dem Demenzerkrankten ein System entwickelt werden kann, mit dem sich alle Beteiligten arrangieren können und welches bei Bedarf in wenigen Schritten angepasst werden kann.

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Quellen:

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