Omega-3 und das Gehirn – was Studien bei Menschen und Hunden zeigen

Symbolbild: Hund und Mensch – Omega-3 und Gehirnfunktion

Ernährung beeinflusst nicht nur Herz, Gefäße und Stoffwechsel,
sondern auch das Gehirn. Seit Jahren stehen dabei Omega-3-Fettsäuren
im Fokus der Forschung – sowohl beim Menschen als auch beim Hund.

Wissenschaftliche Studien deuten darauf hin, dass Omega-3-Fettsäuren
mit Lernfähigkeit, Gedächtnisleistung und altersbedingten Veränderungen
des Gehirns zusammenhängen können. Doch wie belastbar sind diese Hinweise?


Symbolbild: Hund und Mensch – emotionale Nähe und Gehirngesundheit
Symbolbild: Die Beziehung zwischen Mensch und Hund spielt auch für die geistige Gesundheit eine Rolle.

Was Omega-3-Fettsäuren im Gehirn leisten

Zu den wichtigsten Omega-3-Fettsäuren zählen
DHA (Docosahexaensäure) und
EPA (Eicosapentaensäure).
Sie sind zentrale Bausteine neuronaler Zellmembranen
und beeinflussen die Signalübertragung zwischen Nervenzellen.

Da der Körper diese Fettsäuren nur begrenzt selbst bilden kann,
müssen sie über die Nahrung aufgenommen werden –
etwa über fetten Fisch, Algen oder entsprechend angereicherte Futtermittel. Bei der Untersuchung von Omega-3 im Gehirn von Hund und Mensch lassen sich markante Parallelen zwischen Tier- und Humanstudien ausmachen.


Omega-3 und kognitive Gesundheit beim Menschen

In der Humanforschung gibt es zahlreiche Hinweise darauf,
dass ein guter Omega-3-Status mit kognitiver Gesundheit verbunden sein kann.
Beobachtungsstudien zeigen Zusammenhänge zwischen höheren DHA- und EPA-Spiegeln
und besserer Gedächtnisleistung.

Eine groß angelegte Analyse zur Gehirn- und kognitiven Gesundheit
über die Lebensspanne hinweg findet sich etwa hier:
Frontiers in Aging Neuroscience – Pet ownership and brain health

Auch systematische Übersichten legen nahe,
dass Omega-3-Fettsäuren insbesondere im Alter
mit einem langsameren kognitiven Abbau assoziiert sein können –
ohne jedoch eine Garantie oder therapeutische Wirkung zu versprechen:
Review zu Omega-3 und Gehirnfunktion (PubMed Central)


Omega-3 und kognitive Funktionen beim Hund

Auch in der Tiermedizin wird der Einfluss von Omega-3-Fettsäuren
auf das Gehirn intensiv untersucht.
Studien mit Welpen zeigen, dass eine DHA-reiche Ernährung
mit besseren Leistungen in Lern- und Gedächtnistests verbunden sein kann.

Eine Übersicht zu solchen Effekten findet sich unter anderem hier:
Omega-3 und kognitive Alterungsprozesse bei Hunden

Besonders interessant sind Untersuchungen zu älteren Hunden.
Sie zeigen, dass nicht einzelne Supplemente,
sondern kombinierte, nährstoffreiche Diäten
mit Omega-3, Antioxidantien und weiteren Mikronährstoffen
die deutlichsten Effekte auf kognitive Funktionen haben:
Springer – Omega-3, Alterung und Kognition beim Hund

Weitere Hinweise auf Zusammenhänge zwischen DHA-Versorgung,
Verhalten und Lernfähigkeit liefert zudem diese Arbeit:
MDPI Animals – DHA und kognitive Leistungsfähigkeit bei Hunden


Warum Hunde als Modell für menschliches Altern gelten

Hunde werden in der Forschung häufig als Modell
für menschliches Altern herangezogen.
Sie leben im gleichen Umweltkontext wie Menschen,
zeigen vergleichbare altersbedingte Veränderungen
und entwickeln kognitive Abbauprozesse in kürzerer Zeit.

Erkenntnisse aus Hundestudien können daher Hinweise liefern,
welche Ernährungsfaktoren auch für den Menschen relevant sein könnten –
ohne dass sich Ergebnisse eins zu eins übertragen lassen.


Was Studien ausdrücklich nicht zeigen

Trotz der positiven Hinweise gilt:
Omega-3-Fettsäuren sind kein Wundermittel.
Weder beim Menschen noch beim Hund belegen Studien,
dass einzelne Fettsäuren kognitive Erkrankungen verhindern oder heilen.

Die Forschung zeigt vielmehr,
dass Omega-3 ein Baustein unter vielen ist –
neben Bewegung, mentaler Stimulation,
sozialer Interaktion und einer insgesamt ausgewogenen Ernährung. Gerade der Vergleich von Omega-3 im Gehirn von Hund und Mensch hilft, altersbedingte Veränderungen besser zu verstehen.

Weitere wissenschaftliche Beiträge zu Hunden und Gesundheit finden Sie in unserem
Blog.


Fazit

Die Studienlage spricht dafür,
dass Omega-3-Fettsäuren eine wichtige Rolle
für die Gehirn- und Nervengesundheit spielen –
beim Menschen ebenso wie beim Hund.

Besonders in sensiblen Lebensphasen
kann eine ausreichende Versorgung sinnvoll sein.
Entscheidend ist jedoch die richtige Dosierung
und die Einbettung in ein ganzheitliches Ernährungskonzept.


Quellen

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische oder tierärztliche Beratung.
Bei individuellen Fragen zur Ernährung sollten Fachpersonen hinzugezogen werden.

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