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Demenz erkennen –  Anzeichen, Symptom, Krankheitsbild

Anzeichen einer Demenz

Beinahe jeder kennt heutzutage jemanden, der an Demenz erkrankt ist. Dennoch sind die häufigen Anzeichen und Symptome der Demenz oft nicht bekannt.

Der Begriff Demenz umfasst mehrere Erkrankungen, die in der Regel durch eine Beeinträchtigung des Gedächtnisses, der Sprache, der Handlungsausführung und der Motorik gekennzeichnet sind. Gemeinsam haben alle Arten die Beeinträchtigung der Kognition, jedoch weisen sie Unterschiede in den anderen klinischen Merkmalen auf.

Wenn wir über Demenz sprechen, denken die meisten an Alzheimer. Dennoch existieren noch weitere Formen der Demenz wie Lewy-Body-Demenz, Frontotemporale Demenz, Korsakow-Syndrom oder die vaskuläre Demenz.

Im weiteren Verlauf werden wir die unterschiedlichen Formen genauer erklären und erläutern.

Früherkennung von Demenz: erste Anzeichen Schlafstörungen und beeinträchtiges Gedächtnis

 Es gibt leider keine genauen Tests oder ganz spezifischen Anhaltspunkte, die auf eine Demenzerkrankung schließen lassen. Es ist vielmehr eine Kombination aus Symptomen.

Mögliche Symptome können sein:

  • Gedächtnislücken, insbesondere des Kurzzeitgedächtnis
  • Stimmungsschwankungen und Wesensveränderungen
  • Antriebslosigkeit und kein Interesse mehr am eigenen Hobby
  • Schlafstörungen, umgekehrter Tag-Nacht-Rhythmus
  • Verlust des Geruchssinns
  • Abnahme der Lern- und Reaktionsfähigkeit
  • Die Sprache wird einfacher

Für noch mehr Informationen empfehlen wir die Website der Alzheimer’s association.

Was tun bei einem Verdacht auf Demenz 

Suchen Sie zuerst den Hausartzt auf, dieser kann erste Merkamle einer Demenz erkennen und dann zu einem Facharzt überweisen, oft zu einem Neurologen. Dieser kann die Erkrankung feststellen und andere Krankheiten ausschliessen.

Demenz frühzeitig erkennen

Diagnose von Demenz: Anzeichen und Symptome einer Demenz 

Der Hausarzt stellt vorerst eine vorläufige Diagnose, dieser beruht der  Patientengeschichte, das was der Patient aber auch seine Angehöhirgen erzähken und ergänzenden neurologischen und kognitiven Untersuchungen. Der Fachartzt macht dann oft weiter Teste, es wird Blut abgenommen und die es werden Aufnahmen vom Gehirn gemacht, ein MRT und/oder ein CT-Bild. Abhäning vom Ergebnis der Untersuchung wird eine ärztliche Diagnose gestellt und eine Behandlung eingeleitet.

Welche Arten von Demenz gibt es?

Wie bereis erwähnt gibt es verschieden Arten von Demez, in der Medizin unterscheidt man zwischen primären und sekundären Formen von Demenz. Erstere entwicklet sich unabhäning von Umwelteinflüssen und ist meist irreversible so zum Beispiel Alzeheimer. Die sekundäre Demenz tritt auf als Folge einer Grunderkranungen z.B Depression, Medikamtenmissbrauch oder Stoffwechselerkanungen. In selten Fällen, kannes auch zu einer gemischten Demenz komme, wo zwei Art parallel auftreten.

Alzheimer

Viele Menschen nutzen den Begriff Alzheimer als Synoyme für den Begriff Demenz, dabei heisst es Demenz oder Alzheimer, sondnern Alzheimer ist die häufigste und bekannteste Demenzerkrankung. Die Alzheimer-Krankheit zeichnet sich durch eine Beeinträchtigung des Kurzzeitgedächtnisses und Vergesslichkeit aus. Oft beginnt sie schleichend über Jahre bis Jahrzehnte hinweg. Mit der Zeit ist auch die Sprache beeinflusst.

Im Verlauf der Alzheimer-Erkrankung ist der Betroffene zunehmend desorientiert und erkennt seine Familienmitglieder nicht mehr oder weiß auch nicht mehr, wo er ist. Es kann teilweise auch zu Halluzinationen kommen.

Oft zeigen die Betroffenen Verhaltensveränderungen auf. Sie verlieren das Interesse an ihren Hobbys oder leiden unter Stimmungsschwankungen und Depressionen oder werden ängstlicher

Ein Auffälligkeit, auf die Ärzte achten sollten, ist die sogenannte Parosmie oder Hyposmie, ein vermindertes Riechvermögen, was möglicherweise auf eine Demenz hinweisen könnte.

Bei fortschreitender Erkrankung kann es teilweise auch zu Inkontinenzproblemen kommen.

Es gibt leider keine Heilung für dieser Erkrankung. Die Behandlung besteht aus Anpassung des Lebensstils und wenn möglich der Gabe von bestimmten Demenzmedikamenten. Diese helfen jedoch leider nur begrenzt.

Anzeichen einer Demenz

Frontotemporal Demenz

Die Frontotemporale Demenz beginnt oft  bereits zwischen dem vierzigsten und sechzigsten Lebensjahr.

Bei dieser Art  kann man Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit beobachten. Auf der einen Seite sind die Betroffenen oft apathisch, auf der anderen Seite legen sie öfter ein unangemessenes Verhalten an den Tag, zum Beispiel machen sie anzügliche Bemerkungen gegenüber Kollegen. Mit der Zeit ist die Motorik immer mehr beeinträchtigt.

Allerdings beleiben die Intelligenz und Orientierung unbeeinträchtigt.

Die Therapie besteht meist aus unterstützenden Formen wie Sprachtherapie oder Verhaltenstherapie und Sport.

Im Fall von Depressionen, Halluzinationen und Schlaflosigkeit können Medikamente helfen. Die Demenz selbst kann man in diesem Fall leider auch nicht behandeln.

Lewy-Body-Demenz

Bei dieser Demenzart treten innerhalb des ersten Jahres sowohl mentale als auch motorische Schwierigkeiten auf.

Es ist die zweithäufigste Demenzform und betrifft mehr Männer als Frauen im Verhältnis 4:1.

Die Symptome sind unterschiedlicher als bei den anderen Demenzformen. Neben den Symptomen des Motorsystems leiden die Betroffenen auch öfter an visuellen Halluzinationen und paranoiden Episoden. Des Weiteren kommt es durch die Beeinträchtigung des Nervensystems häufiger zu Stürzen.

Die Behandlung dieser Therapie besteht aus Physiotherapie und Behandlung der motorischen Probleme. Die klassischen Demenzsymptome lassen sich leider nur begrenzt mit Medikamenten behandeln. Im Fall einer psychotischen Episode können Medikamente gegeben werden.

Vaskuläre Demenz

Bei der vaskulären Demenz sind kleinere und größere Blutgefäße involviert, während bei den anderen Formen  die Nervenzellen betroffen sind.

Es gibt mehrere Risikofaktoren, die eine vaskuläre Demenz begünstigen können, die man jedoch vorbeugen und therapieren kann. Zu diesen Faktoren gehören hoher Blutdruck, Diabetes Mellitus und erhöhte Blutfettwerte, auch Hyperlipidämie genannt.

Häufige Symptome sind kognitive und motorische Probleme sowie Veränderungen im Verhalten. Zum Beispiel Verwirrtheit, Gedächtnisprobleme, Inkontinenz, aber auch depressive Verstimmungen oder das genaue Gegenteil, dass die Person glücklicher ist.

Wie erkenne ich eine Demenz

 

Wie stark die Symptome ausgeprägt sind und welche Probleme wann und wie auftreten, hängt davon ab, welche Blutgefäße betroffen sind.

Die Behandlung dieser Demenz besteht darin, die Risikofaktoren wie Bluthochdruck und Co. zu behandeln.

Korsakow-Syndrom

Das Korsakow-Syndrom ist eine Form der sekundären Demenz. Ausgelöst wird diese Form durch einen Mangel an Thiamin, auch bekannt als Vitamin B1. Durch den Mangel an Vitamin B1 kommt es zu Problemen bei der Energieversorgung des Gehirns, wodurch Strukturen im Hirn geschädigt werden.

Damit solche Schäden in unserem Nervensystem jedoch erst entstehen können, muss der Mangel an Thiamin über einen längeren Zeitraum bestehen.

Dieser Vitaminmangel ist oft bei langjährigen Alkoholikern zu beobachten, kann aber durch die Einnahme von Vitamin B1 behoben werden.

Typische Symptome sind Gedächtnislücken, die manchmal mit erfundenen Erinnerungen gefüllt werden.In der Medizin nennt man solche Gedächtnislücken Amnesie. Diese Amnesie kann sowohl retrograd sein, das bedeutet, die Person kann sich Dinge aus der Vergangenheit nicht mehr erinnern, als auch anterograd, das bedeutet, die Person hat Schwierigkeiten, neue Erinnerungen zu bilden.

Die betroffene Person ist auch nicht mehr richtig orientiert in Bezug auf Zeit, Ort und Person, ähnlich wie bei anderen Demenzerkrankungen. Es können auch Wahrnehmungsstörungen auftreten.

Die Therapie zielt darauf ab, das fortschreitende Erkrankungen zu verhindern. Daher bekommen die Patienten Vitamin B1, Psychotherapie und wenn möglich spezielle Demenzmedikamente. 

Behandlungen von Demenz

Je nach Stadium einer Demenz gibt es unterschiedliche Behandlungsansätze. Dennoch ist Demenz nicht heilbar. Die meisten Medikamente verzögern lediglich die Entwicklung der Erkrankung. Daher ist es wichtig, sich insbesondere auf nicht-medikamentöse Therapieformen zu fokussieren, wie zum Beispiel Physiotherapie und Sturzprävention. Bei fortgeschrittener Demenz werden Sie immer häufiger Kontakt zur Psychiatrie und Psychotherapie haben, insbesondere wenn Depressionen und Angstzustände eine Rolle spielen.

Des Weiteren ist ein geregelter Tagesablauf wichtig, um eine selbstständige Lebensführung zu ermöglichen. Auch sollten Gegenstände wie das Telefon einen festen Platz in der Wohnung haben.

Wie erkenne ich Demenz 

Die Diagnose Demenz ist sowohl für die betroffene Person als auch für die Angehörigen ein Schock. Wenn Sie eine Demenz vermuten, ist es wichtig, frühzeitig Hilfe aufzusuchen. Da diese Diagnose auch oft für die Angehörigen belastend sein kann, kann es hilfreich sein Hilfe bei einem Psychologen aufzusuchen.

Wie wir bereits wissen, sind zumeist sind ältere Menschen betroffen, aber es kann auch jüngere Menschen treffen. Achten Sie darauf, ob mehrere der oben genannten Symptome zutreffen, und ignorieren Sie es nicht, wenn die geistigen Fähigkeiten abnehmen. Dennoch, ist es wichtig zu wissen, dass auch mit fortschreitendem Alter allmählich kognitive Fähigkeiten verloren gehen können.

Symptome einer Demenz

 

Die Behandlung wird immervon  einem Arzt durchgeführt, der sich auf Demenz spezialisiert hat, und ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Die Forschung konzentriert sich  momentan darauf, die verschiedenen Formen von Demenzen zu verstehen, um geeignete Behandlungsansätze zu entwickeln und den Verlauf der Erkrankung zu verbessern.

Abschließend hoffen wir, dass dieser Artikel dazu beigetragen hat, das breite Spektrum dieser Erkrankungen etwas verständlicher zu machen und möglicherweise dazu beiträgt, Demenzerkrankungen wie Lewy-Body-Demenz und andere Arten frühzeitig zu erkennen und angemessen damit umzugehen.

Verlauf einer Demenz – Wie kann man seine Geliebten schützen

Falls Sie oder Ihre Angehörigen Veränderungen bemerken, ist es immer sinnvoll, einen Termin beim Hausarzt zu vereinbaren. Dieser kann Sie dann an einen Neurologen oder einen anderen Facharzt überweisen.

Wenn bereits eine Demenz diagnostiziert wurde, ist es wichtig, dass der Betroffene seine Medikamente einnimmt und das Lebensumfeld sicher gestaltet ist. Dies ermöglicht dem Betroffenen eine möglichst eigenständige Lebensführung. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Person nicht mehr Auto fahren sollte oder dass Herdplatten abgestellt werden. Wenn vermehrt motorische Probleme auftreten, ist es zu empfehlen, die Räumlichkeiten anzupassen. Zum Beispiel eine ebenerdige Dusche, um Stürze beim Ein- und Aussteigen in der Dusche zu vermeiden. Des Weiteren ist eine Bewegungssensor-gesteuerte Beleuchtung im Flur sinnvoll, damit der Weg immer gut ausgeleuchtet ist.

In frühen und mittleren Stadien können Menschen mit Demenz in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld bleiben. Beim Fortschreiten der Demenz tritt oft eine sogenannte Weglauftendenz auf. Daher kann ein GPS-Tracker für Senioren sinnvoll sein. Dieser kann helfen, eine verloren gegangene demente Person wiederzufinden und sicher nach Hause zu bringen.

Quellenangabe:

  1. https://www.alz.org/
  2. https://www.alzheimer-forschung.de/
  3. Cerejeira, J., et al. “Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia.” Frontiers in Neurology, vol. 3, no. 73, 2012, www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3345875/, https://doi.org/10.3389/fneur.2012.00073.
  4. Livingston, Gill, et al. “Dementia Prevention, Intervention, and Care: 2020 Report of the Lancet Commission.” The Lancet, vol. 396, no. 10248, 30 July 2020, pp. 413–446, https://doi.org/10.1016/S0140-6736(20)30367-6
  5. J B M Kuks, and J W Snoek. Textbook of Clinical Neurology. Houten, Bohn Stafleu Van Loghum, 2018

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