Weitere Galileo-Satelliten im All

PAJ_satellite

Im Jahr 2011 wurde das europäische Satellitensystem Galileo ausgebaut. Seither befinden sich weitere Galileo-Satelliten im All. Eine russische Sojus-Rakete startete erfolgreich am 21. Oktober 2011 und brachte die ersten beiden Galileo Satelliten in den Orbit. Das Ereignis fand am europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana statt.

Von den USA unabhängig

Das Projekt Galileo war ab dem Jahr 2014 für zunächst 18 Satelliten geplant. Als Ziel wurde ausgerufen, diese Galileo Satelliten stufenweise auf bis zu 30 Satelliten auszubauen. Anfänglich waren dafür 3,4 Milliarden Euro veranschlagt, nun hat sich die europäische Kommission auf aktuell circa 5 Milliarden Euro korrigiert. Das Ziel ist es, dass Europa dadurch in Zukunft vom GPS unabhängig sein wird. Nun sind die Galileo-Satelliten 11 und 12 erfolgreich in ihre Umlaufbahnen gebracht worden. Dafür brachte die Transportrakete Soyuz eine Fregat-Oberstufe und die beiden Satelliten in den niedrigen Erdorbit. Von dort an übernahm die Fregat den weiteren Transport und setze die Satelliten auf einer höheren Umlaufbahn aus. Dort verbleiben die Satelliten nun auf in einer Höhe von 22.522 Kilometern.

Weitere Satelliten sollen folgen

Die nun gestarteten Satelliten ergänzen das System mit den Satelliten 11 und 12. Diese werden wahrscheinlich im Frühjahr 2016 einsatzbereit sein, da zuvor noch umfangreiche Tests durchgeführt werden. Die Mission ist der insgesamt sechste Start von Galileo-Satelliten und der dritte in diesem Jahr. Am 28. März und am 11. September waren bereits jeweils zwei Satelliten in ihre Umlaufbahn gebracht worden.

Fehler gehören bei einem solchen Projekt dazu

Von den nun zwölf Satelliten sind bisher nur vier voll funktionsfähig. In den ersten Monaten des Jahres 2016 sollen zwei weitere Satelliten ihren Einsatz beginnen. Im August 2014 waren zwei Galileo-Satelliten aufgrund einer Fehlfunktion der Transport-Rakete in der falschen Umlaufbahn ausgesetzt worden. Die Umlaufbahn konnte zwar noch leicht korrigiert werden, zum jetzigen Zeitpunkt ist es aber ungewiss, ob diese Satelliten mit allen Funktionen für Galileo eingesetzt werden können. Momentan laufen Tests, die bis Mitte 2016 eine Entscheidung zur Folge haben sollen.

Das Ziel ist es, mit 30 Satelliten Galileo zu betreiben. 2016 sollen aber bereits erste Dienste mit der bisherigen reduzierten Satellitenkonstellation starten. Solche Dienste sind dann beispielsweise Open Service (kostenlose Standort- und Zeitbestimmung für alle Nutzer) sowie der Such- und Rettungsdienst.
Kombinierte Chips für GPS und Galileo werden bereits von bekannten GPS-Herstellern, wie zum Beispiel ST, Mediatek, SiRF und u-blox angeboten.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht am Blog. Setzte ein Lesezeichen permalink.

Eine Idee zu “Weitere Galileo-Satelliten im All

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.